Motivation und Selbstmanagement

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Was ist Motivation? Wann ist jemand motiviert? Und lässt sich jemand überhaupt motivieren? Sich selber?

Vorneweg: Wer motiviert ist, will etwas bewegen (lat.: movere). Starre Regeln dürften also per se nicht besonders motivierend wirken. Doch darüber hinaus?

Konsens besteht schnell: Man kann andere nicht wirklich nachhaltig motivieren. Eigentlich kann man gar nichts – denn: Man muss halt einfach wollen.
Doch so einfach ist es nicht, und so einfach können es sich auch Führungskräfte nicht machten. Denn Leistungsmotivation ist deutlich mehr als „Man muss nur wollen!“. Leistungsmotivation ist können+dürfen+wollen.

Leistungsmotivation heisst: Können

Um zu Leistung motiviert zu sein, muss man die Fähigkeiten dazu haben. Das sind einerseits die notwendigen Ressourcen wie Wissen, Zeit und Mittel. Diese können von Vorgesetzten weitgehend gefördert oder zur Verfügung gestellt werden. Das sind aber auch die persönlichen Fähigkeiten und Dispositionen. Der Fisch auf dem schrecklichen Beitragsbild wird nie in das grosse Glas springen – egal wie sehr er es will.

Leistungsmotivation heisst: Wollen

Wenn man versteht, dass man seine Arbeit selber gewählt hat und Verantwortung dafür trägt, wird man sie tatsächlich tun wollen. Denn es ist die beste Alternative, die es gibt. Selbst gewählt! Schaffen wir es, uns und andere immer wieder davon zu überzeugen, dass wir selber verantwortlich sind? Dass wir es sind, die gewählt haben. Dass wir keine Opfer der Umstände sind. Wenn es uns gelingt, sind wir motiviert – haben wir ein Motiv. Und das können wir uns nur selber geben. Führung kann alles dafür tun, Demotivierendes ausschalten. Und nicht mit Belohnungen motivieren wollen, wo die Motivation intrinsisch bereits vorhanden ist.

Leistungsmotivation heisst: Dürfen

Wer Freiräume hat und Vertrauen geniesst, wird seine Leistung zeigen wollen, wird sich kooperativ verhalten. Gefordert ist dazu eine hohe Fehlertoleranz. Auch Fehler dürfen passieren – nur so entsteht Kooperation. Denn Erfolg im Team braucht mehr als Koordination. Es braucht die Bereitschaft und Möglichkeit zur Kooperation. (Link zu „4 Regeln erfolgreicher Kooperation“)

Ein reflektiertes, gemeinsames Verständnis von Leistungsmotivation kann Führungsteams befähigen, Mitarbeitende nicht zu demotivieren.

Höchste Motivation – und doch anders gehandelt

Nun sind wir manchmal äusserst motiviert. Wir wollen mehr Sport treiben. Wir könnten es auch – die neuen Turnschuhe stehen bereit. Und wir dürfen. Trotzdem tun wir es nicht. Wie wir uns selber dazu bringen können, zu tun, was wir eigentlich wollen, darauf gibt das Zürcher Ressourcenmodell einige interessante Hinweise. (Link zu „ZRM – Zürcher Ressourcenmodell“)

Daniel DussMotivation und Selbstmanagement

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